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kb_txt_mesopischeskontrastsehenblendung [2026/10/23 10:43] – [6.4.2 Grenzwerte des mesopischen Kontrastsehens nach Fahrerlaubnisklassen] Michael Bachkb_txt_mesopischeskontrastsehenblendung [2026/10/25 12:45] (aktuell) – [6.2.2 Mesopisches Kontrastsehen] Michael Bach
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 ==== 6.2.1 Sehleistung, Sehvermögen und Sehschärfewert ==== ==== 6.2.1 Sehleistung, Sehvermögen und Sehschärfewert ====
  
-Der Begriff „Sehleistung“ bezeichnet nach DIN 5340, 3.6.1.4 [9] die verschiedenen Teilfunktionen des visuellen Systems, wie z. B. Sehschärfe, Gesichtsfeld, Farbsehvermögen, Stereosehen und Dämmerungssehen. Der Begriff „Sehvermögen“ ist ein übergeordneter Begriff und bezeichnet nach DIN 5340, 3.6.1.5 [9] die Gesamtheit aller visuellen Funktionen. Zur Beschreibung der angulären Größe eines Sehzeichens wird der Begriff „Sehschärfewert“ verwendet. Er ist nach DIN EN ISO 8596, 3.4 [8] eine Zahl, die kennzeichnet, welche Mindestsehschärfe zum Erkennen dieses Sehzeichen erforderlich ist. +Der Begriff **„Sehleistung“** bezeichnet nach DIN 5340, 3.6.1.4 [9] die verschiedenen Teilfunktionen des visuellen Systems, wie z. B. Sehschärfe, Gesichtsfeld, Farbsehvermögen, Stereosehen und Dämmerungssehen. Der Begriff **„Sehvermögen“** ist ein übergeordneter Begriff und bezeichnet nach DIN 5340, 3.6.1.5 [9] die Gesamtheit aller visuellen Funktionen. Zur Beschreibung der angulären Größe eines Sehzeichens wird der Begriff **„Sehschärfewert“** verwendet. Er ist nach DIN EN ISO 8596, 3.4 [8] eine Zahl, die kennzeichnet, welche Mindestsehschärfe zum Erkennen dieses Sehzeichen erforderlich ist. 
  
 ==== 6.2.2 Mesopisches Kontrastsehen ==== ==== 6.2.2 Mesopisches Kontrastsehen ====
-Die Messung des mesopischen Kontrastsehens ohne Blendung muss in Deutschland mit Geräten erfolgen, die die Norm DIN 58220-7 [11] erfüllen. Bei der Messung werden große Landoltringe mit einem Sehschärfewert 0,1 und einer Umfeldleuchtdichte von 0,032 cd/m² in unterschiedlichen Kontraststufen und sechs verschiedenen Orientierungen dargeboten. Die Orientierungen „rechts“ und „links“ sind nach der Norm nicht zugelassen (siehe auch 6.4.1). Gesucht wird der geringste Kontrast, bei dem noch mindestens 3 von 5 Landoltringen richtig erkannt werden.  +Die Messung des mesopischen Kontrastsehens **ohne Blendung** muss in Deutschland mit Geräten erfolgen, die die Norm DIN 58220-7 [11] erfüllen. Bei der Messung werden große Landoltringe mit einem Sehschärfewert 0,1 und einer Umfeldleuchtdichte von 0,032 cd/m² in unterschiedlichen Kontraststufen und sechs verschiedenen Orientierungen dargeboten. Die Orientierungen „rechts“ und „links“ sind nach der Norm nicht zugelassen (siehe auch 6.4.1). Gesucht wird der geringste Kontrast, bei dem noch mindestens 3 von 5 Landoltringen richtig erkannt werden. 
-Das Ergebnis dieser Messung wird mit dem normgerechten Begriff „Dämmerungssehschärfe“ bezeichnet.+ 
 +Das Ergebnis dieser Messung wird mit dem normgerechten Begriff **„Dämmerungssehschärfe“** bezeichnet.
  
 Der Begriff „Dämmerungssehschärfe“ wurde in der Norm DIN 58220-7 leider sehr unglücklich gewählt, denn der Begriff „Sehschärfe“ beschreibt nach DIN 5340, 3.3.2.1 [9] den Schwellenwert der Fähigkeit, feine Details eines Objektes wahrzunehmen. Diese Fähigkeit zur Detailwahrnehmung wird mit den in diesem Kapitel beschriebenen Geräten aber gar nicht gemessen, denn es werden nur große Landoltringe vom Visuswert 0,1 dargeboten. In den DOG Empfehlungen [12] wird alternativ der Begriff „Dämmerungssehvermögen“ verwendet. Das ist auch nicht optimal, denn der Begriff „Sehvermögen“ ist ein Sammelbegriff für mehrere Sehfunktionen. Bei der Prüfung des Dämmerungssehens wird aber nur eine Sehfunktion, nämlich das „Kontrastsehen bei Dämmerung“, geprüft. Der Begriff „Dämmerungssehschärfe“ wurde in der Norm DIN 58220-7 leider sehr unglücklich gewählt, denn der Begriff „Sehschärfe“ beschreibt nach DIN 5340, 3.3.2.1 [9] den Schwellenwert der Fähigkeit, feine Details eines Objektes wahrzunehmen. Diese Fähigkeit zur Detailwahrnehmung wird mit den in diesem Kapitel beschriebenen Geräten aber gar nicht gemessen, denn es werden nur große Landoltringe vom Visuswert 0,1 dargeboten. In den DOG Empfehlungen [12] wird alternativ der Begriff „Dämmerungssehvermögen“ verwendet. Das ist auch nicht optimal, denn der Begriff „Sehvermögen“ ist ein Sammelbegriff für mehrere Sehfunktionen. Bei der Prüfung des Dämmerungssehens wird aber nur eine Sehfunktion, nämlich das „Kontrastsehen bei Dämmerung“, geprüft.
  
-Die Norm DIN 58220-7 regelt auch die Messung des mesopischen Kontrastsehens mit Blendung. Bei dieser Messung beträgt die Umfeldleuchtdichte 0,1 cd/m². Zusätzlich zu einem kontrastarmen Landoltring wird eine Blendlichtquelle mit einer Beleuchtungsstärke von 0,35 lx eingeschaltet, die sich 3 Grad links von dem Sehzeichen befindet. Damit sollen Scheinwerfer eines entgegenkommenden Fahrzeugs simuliert werden. Auch bei dieser Messung wird der geringste Kontrast gesucht, bei dem noch mindestens 3 von 5 Landoltringe vom Sehschärfewert 0,1 richtig erkannt werden.+Die Norm DIN 58220-7 regelt auch die Messung des mesopischen Kontrastsehens **mit Blendung**. Bei dieser Messung beträgt die Umfeldleuchtdichte 0,1 cd/m². Zusätzlich zu einem kontrastarmen Landoltring wird eine Blendlichtquelle mit einer Beleuchtungsstärke von 0,35 lx eingeschaltet, die sich 3 Grad links von dem Sehzeichen befindet. Damit sollen Scheinwerfer eines entgegenkommenden Fahrzeugs simuliert werden. Auch bei dieser Messung wird der geringste Kontrast gesucht, bei dem noch mindestens 3 von 5 Landoltringe vom Sehschärfewert 0,1 richtig erkannt werden. 
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 +Dieser Messwert wird nach DIN 58220-7 als **Blendempfindlichkeit** bezeichnet.
  
-Dieser Messwert wird nach DIN 58220-7 als Blendempfindlichkeit bezeichnet.  
 Physikalisch beruht die Beeinträchtigung des Sehens durch Blendung auf intraokularem Streulicht, das einen Schleier über das Netzhautbild legt und den Kontrast herabsetzt (disability glare). Davon zu trennen ist die subjektiv empfundene Blendung (discomfort glare). Damit meint man eine individuelle Missempfindung ohne zwingende Funktionseinbuße, die mit den hier beschriebenen Verfahren nicht erfasst wird. Physikalisch beruht die Beeinträchtigung des Sehens durch Blendung auf intraokularem Streulicht, das einen Schleier über das Netzhautbild legt und den Kontrast herabsetzt (disability glare). Davon zu trennen ist die subjektiv empfundene Blendung (discomfort glare). Damit meint man eine individuelle Missempfindung ohne zwingende Funktionseinbuße, die mit den hier beschriebenen Verfahren nicht erfasst wird.
  
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 Im Zusammenhang mit dem Dämmerungssehen werden drei verschiedene Maßeinheiten für den Kontrast verwendet. Dies hat historische Gründe. Ein bestimmter Kontrast kann also in drei verschiedenen Maßeinheiten beschrieben werden.  Im Zusammenhang mit dem Dämmerungssehen werden drei verschiedene Maßeinheiten für den Kontrast verwendet. Dies hat historische Gründe. Ein bestimmter Kontrast kann also in drei verschiedenen Maßeinheiten beschrieben werden. 
  
-A) Aulhorn-Harms-Kontrast: Dieses von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) bevorzugte Kontrastmaß ([1], [4], [12, S. 86]) geht auf die Augenärzte Elfriede Aulhorn und Heinrich Harms zurück, die ab den 1960er-Jahren grundlegende Untersuchungen zur Nachtfahreignung von Kraftfahrern machten. Der Zahlenwert ergibt sich aus der Leuchtdichte des hellen Umfeldes, Lmax, und der Leuchtdichte des dunklen Testzeichens, Lmin. Die Berechnung erfolgt über die Formel 𝐾AH= 1:(𝐿max/𝐿min). Ein Kontrastverhältnis von z. B. 1:23 wird nicht ausgerechnet, sondern als Bruch „1 zu 23“ ausgesprochen.+**A) Aulhorn-Harms-Kontrast:** Dieses von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) bevorzugte Kontrastmaß ([1], [4], [12, S. 86]) geht auf die Augenärzte Elfriede Aulhorn und Heinrich Harms zurück, die ab den 1960er-Jahren grundlegende Untersuchungen zur Nachtfahreignung von Kraftfahrern machten. Der Zahlenwert ergibt sich aus der Leuchtdichte des hellen Umfeldes, Lmax, und der Leuchtdichte des dunklen Testzeichens, Lmin. Die Berechnung erfolgt über die Formel 𝐾AH= 1:(𝐿max/𝐿min). Ein Kontrastverhältnis von z. B. 1:23 wird nicht ausgerechnet, sondern als Bruch „1 zu 23“ ausgesprochen.
  
-B) Kontrastverhältnis: Nach DIN 58220-7, Absatz 3.3 [11] wird der Kontrast der Prüfzeichen durch das Kontrastverhältnis KV gekennzeichnet. Dieser Kontrast ist der Kehrwert des Aulhorn-Harms-Kontrasts und wird ebenfalls als Bruch angegeben, also z. B. „23 zu 1“.+**B) Kontrastverhältnis:** Nach DIN 58220-7, Absatz 3.3 [11] wird der Kontrast der Prüfzeichen durch das Kontrastverhältnis KV gekennzeichnet. Dieser Kontrast ist der Kehrwert des Aulhorn-Harms-Kontrasts und wird ebenfalls als Bruch angegeben, also z. B. „23 zu 1“.
  
 ** C) Logarithmus der Kontrastempfindlichkeit:** In den letzten Jahren wird der Kontrast von der Verkehrskommission von DOG und BVA auch in der recht unanschaulichen Maßeinheit logCS (Logarithmus der Kontrastempfindlichkeit) angegeben [24]. Das Kontrastmaß logCS hat aber den Vorteil der „glatten“ Zahlenwerte (siehe Tabelle in 6.4.2).  ** C) Logarithmus der Kontrastempfindlichkeit:** In den letzten Jahren wird der Kontrast von der Verkehrskommission von DOG und BVA auch in der recht unanschaulichen Maßeinheit logCS (Logarithmus der Kontrastempfindlichkeit) angegeben [24]. Das Kontrastmaß logCS hat aber den Vorteil der „glatten“ Zahlenwerte (siehe Tabelle in 6.4.2). 
  
-Im Bereich des photopischen Kontrastsehens wird zusätzlich der Weber-Kontrast verwendet. Alle Kontrastdefinitionen sowie Formeln zur Berechnung und Umrechnung findet man bei Bach et al. [2, 3, 4].+Im Bereich des **photopischen Kontrastsehens** wird zusätzlich der **Weber-Kontrast** verwendet. Alle Kontrastdefinitionen sowie Formeln zur Berechnung und Umrechnung findet man bei Bach et al. [2, 3, 4].
  
 ===== 6.3 Indikationen ===== ===== 6.3 Indikationen =====
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 ==== 6.3.1 Fahreignungsbegutachtung ==== ==== 6.3.1 Fahreignungsbegutachtung ====
  
-Die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) verlangt seit dem 1. Juli 2011 in Anlage 6 die Prüfung des Kontrast- oder Dämmerungssehens ([13], [14]). Sie setzt damit Anhang III der Richtlinie 2006/126/EG [19] um. Die Verkehrskommission der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und des Berufsverbandes der Augenärztinnen und Augenärzte Deutschlands (BVA) beurteilt diese Wahlmöglichkeit kritisch und empfiehlt ausdrücklich die Prüfung des Dämmerungssehens ([21], siehe dazu auch 6.4.3).+Die Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) verlangt seit dem 1. Juli 2011 in Anlage 6 die Prüfung des Kontrast- //oder// Dämmerungssehens ([13], [14]). Sie setzt damit Anhang III der Richtlinie 2006/126/EG [19] um. Die Verkehrskommission der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) und des Berufsverbandes der Augenärztinnen und Augenärzte Deutschlands (BVA) beurteilt diese Wahlmöglichkeit kritisch und empfiehlt ausdrücklich die Prüfung des Dämmerungssehens ([21], siehe dazu auch 6.4.3).
  
 === Fahrerlaubnisklassen A, A1, A2, B, BE, AM, L und T === === Fahrerlaubnisklassen A, A1, A2, B, BE, AM, L und T ===
  
-Im Rahmen des einfachen Sehtests von Pkw-Fahrern etc. fordert die Fahrerlaubnis-Verordnung in Anlage 6, Abschnitt 1.1 keine Prüfung des Kontrast- oder Dämmerungssehens.+Im Rahmen des //einfachen Sehtests// von Pkw-Fahrern etc. fordert die Fahrerlaubnis-Verordnung in Anlage 6, Abschnitt 1.1 keine Prüfung des Kontrast- oder Dämmerungssehens.
  
-Bei der augenärztlichen Begutachtung von Kraftfahrern nach FeV, Anlage 6, Abschnitt 1.2 muss auf „das Dämmerungs- oder Kontrastsehen und die Blendempfindlichkeit geachtet werden“. +Bei der //augenärztlichen Begutachtung// von Kraftfahrern nach FeV, Anlage 6, Abschnitt 1.2 muss auf „das Dämmerungs- oder Kontrastsehen und die Blendempfindlichkeit geachtet werden“. 
  
 === Fahrerlaubnisklassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE, D1E und Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung === === Fahrerlaubnisklassen C, C1, CE, C1E, D, D1, DE, D1E und Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung ===
  
-Im Rahmen des erweiterten Sehtests für LKW und Personenbeförderung  durch Arbeitsmediziner, Betriebsmediziner oder andere zugelassene Fachkräfte gemäß Anlage 6, Abschnitt 2.1.2 wird ein „ausreichendes Kontrast- oder Dämmerungssehen, geprüft mit einem standardisierten anerkannten Prüfverfahren“, gefordert.+Im Rahmen des //erweiterten Sehtests// für LKW und Personenbeförderung  durch Arbeitsmediziner, Betriebsmediziner oder andere zugelassene Fachkräfte gemäß Anlage 6, Abschnitt 2.1.2 wird ein „ausreichendes Kontrast- oder Dämmerungssehen, geprüft mit einem standardisierten anerkannten Prüfverfahren“, gefordert. 
 + 
 +Bei der //augenärztlichen Begutachtung// von LKW-Fahrern und Personenbeförderern nach FeV, Anlage 6, Abschnitt 2.2.2 muss ebenfalls ein ausreichendes Kontrast- oder Dämmerungssehen, geprüft mit einem standardisierten anerkannten Prüfverfahren, nachgewiesen werden und zusätzlich eine Prüfung der Blendempfindlichkeit erfolgen.
  
-Bei der augenärztlichen Begutachtung von LKW-Fahrern und Personenbeförderern nach FeV, Anlage 6, Abschnitt 2.2.2 muss ebenfalls ein ausreichendes Kontrast- oder Dämmerungssehen, geprüft mit einem standardisierten anerkannten Prüfverfahren, nachgewiesen werden und zusätzlich eine Prüfung der Blendempfindlichkeit erfolgen. 
 Die DOG und der BVA haben in ihren Empfehlungen von 2019 Mindestanforderungen festgelegt (siehe 6.4.2). Bei außerhalb dieser Werte liegenden Prüfergebnissen muss ein entsprechender Eintrag im Gutachten erfolgen bzw. bei Bus- und LKW-Fahrern ein Nachtfahrverbot ausgesprochen werden. Die DOG und der BVA haben in ihren Empfehlungen von 2019 Mindestanforderungen festgelegt (siehe 6.4.2). Bei außerhalb dieser Werte liegenden Prüfergebnissen muss ein entsprechender Eintrag im Gutachten erfolgen bzw. bei Bus- und LKW-Fahrern ein Nachtfahrverbot ausgesprochen werden.
  
-==== 6.3.2 Arbeitsmedizinische Untersuchung ====+==== 6.3.2 Arbeitsmedizinische Eignungsbeurteilung ====
  
 Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit werden auch im Rahmen arbeitsmedizinischer Eignungsbeurteilungen geprüft. Der ehemalige berufsgenossenschaftliche Grundsatz G 25 wurde an die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung übertragen und heißt nun DGUV-Empfehlung „Eignung für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten“ (E FSÜ).  Es handelt sich bei diesen Prüfungen um eine Eignungsbeurteilung und nicht um eine Untersuchung nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV). Anlass, Umfang und Wiederholungsintervall ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung des Betriebs [4]. Die frühere Bezeichnung G 25 ist im Internet und im Sprachgebrauch aber weiterhin verbreitet [16]. Dämmerungssehen und Blendempfindlichkeit werden auch im Rahmen arbeitsmedizinischer Eignungsbeurteilungen geprüft. Der ehemalige berufsgenossenschaftliche Grundsatz G 25 wurde an die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung übertragen und heißt nun DGUV-Empfehlung „Eignung für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten“ (E FSÜ).  Es handelt sich bei diesen Prüfungen um eine Eignungsbeurteilung und nicht um eine Untersuchung nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV). Anlass, Umfang und Wiederholungsintervall ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung des Betriebs [4]. Die frühere Bezeichnung G 25 ist im Internet und im Sprachgebrauch aber weiterhin verbreitet [16].
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 In dem früher hergestellten Oculus Mesoptometer wurde zur Messung der Stärke der Nachtmyopie eine sehr geringe Umfeldleuchtdichte von 0,01 cd/m² und ein Spezialsehzeichen verwendet. Diese Art der Messung ist mit den aktuell produzierten Geräten nicht mehr möglich. Mit zwei aktuellen Geräten kann man aber die Dämmerungsmyopie mit Minus-Vorschaltgläsern bei einer Umfeldleuchtdichte von 0,032 cd/m² bestimmen (siehe 6.9).  In dem früher hergestellten Oculus Mesoptometer wurde zur Messung der Stärke der Nachtmyopie eine sehr geringe Umfeldleuchtdichte von 0,01 cd/m² und ein Spezialsehzeichen verwendet. Diese Art der Messung ist mit den aktuell produzierten Geräten nicht mehr möglich. Mit zwei aktuellen Geräten kann man aber die Dämmerungsmyopie mit Minus-Vorschaltgläsern bei einer Umfeldleuchtdichte von 0,032 cd/m² bestimmen (siehe 6.9). 
  
 +==== 6.3.5 Nachtfahrbrillen ====
 +Im Internet werden gelb oder orange getönte Nachtfahrbrillen angeboten. Diese Brillen verringern die Lichttransmission und reduzieren die retinale Beleuchtungsstärke. Nach DIN EN ISO 14889 [7] sind sie nur dann für die Nachtfahrt geeignet, wenn der Lichttransmissionsgrad ≥ 75% beträgt. Dieser hohe Lichttransmissionsgrad ist aber nicht bei allen angebotenen Brillen gewährleistet. Die Verkehrskommission von DOG und BVA weist deshalb darauf hin, dass die Nachtfahrbrillen nicht automatisch nachtfahrtauglich sind, und fordert nach dem Kauf eine erneute Prüfung der Nachtfahrtauglichkeit. Die Verkehrskommission rechnet nicht damit, dass beim Tragen dieser Brille eine Verbesserung der Nachtfahrtauglichkeit zustande kommt [22].
 ===== 6.4 Methodik ===== ===== 6.4 Methodik =====
  
 ==== 6.4.1 Fahreignungsbegutachtung für den Strassenverkehr ==== ==== 6.4.1 Fahreignungsbegutachtung für den Strassenverkehr ====
  
-Die Prüfbedingungen sind in DIN 58220-7 festgelegt. Geprüft wird mit Landoltringen der Visusstufe 0,1 und einer Umfeldleuchtdichte von 0,032 cd/m² ohne Blendung und 0,1 cd/m² mit Blendung. Das Blendlicht muss unter einer Exzentrizität von drei Grad links von der Mitte des Sehzeichens angebracht sein und eine Hornhautbeleuchtungsstärke von 0,35 lx hervorrufen.+Die Prüfbedingungen sind in DIN 58220-7 festgelegt. Geprüft wird mit Landoltringen der Visusstufe 0,1 und einer Umfeldleuchtdichte von 0,032 cd/m² //ohne// Blendung und 0,1 cd/m² //mit// Blendung. Das Blendlicht muss unter einer Exzentrizität von drei Grad links von der Mitte des Sehzeichens angebracht sein und eine Hornhautbeleuchtungsstärke von 0,35 lx hervorrufen.
  
 Die Untersuchung soll in einem abgedunkelten Raum (3–5 lx) stattfinden, in dem sich die zu untersuchende Person vor der Untersuchung wenigstens 5 Minuten aufhalten sollte. Kommt die Person aus hellem Sonnenlicht oder ist zuvor eine Untersuchung mit hellem Licht (z. B. Ophthalmoskopie) erfolgt, muss die Adaptationszeit mindestens 10 Minuten betragen. Ist die Raumhelligkeit höher als die Prüfhelligkeit, muss die Adaptation direkt am Gerät erfolgen. Um darüber hinaus Einflüsse von Lichtquellen innerhalb des Raumes zu vermeiden, sind die Geräte mit Einblickmuscheln versehen, die sich um den Augenbereich an die Kopfform anschmiegen. Die Einblickmuscheln sind so gestaltet, dass die Untersuchung bei Brillenträgern mit der Fernbrille durchgeführt werden kann und ein Beschlagen der Brillengläser unterbleibt. Kontaktlinsenträger sollen ihre Linsen bei der Untersuchung tragen. Die Untersuchung soll in einem abgedunkelten Raum (3–5 lx) stattfinden, in dem sich die zu untersuchende Person vor der Untersuchung wenigstens 5 Minuten aufhalten sollte. Kommt die Person aus hellem Sonnenlicht oder ist zuvor eine Untersuchung mit hellem Licht (z. B. Ophthalmoskopie) erfolgt, muss die Adaptationszeit mindestens 10 Minuten betragen. Ist die Raumhelligkeit höher als die Prüfhelligkeit, muss die Adaptation direkt am Gerät erfolgen. Um darüber hinaus Einflüsse von Lichtquellen innerhalb des Raumes zu vermeiden, sind die Geräte mit Einblickmuscheln versehen, die sich um den Augenbereich an die Kopfform anschmiegen. Die Einblickmuscheln sind so gestaltet, dass die Untersuchung bei Brillenträgern mit der Fernbrille durchgeführt werden kann und ein Beschlagen der Brillengläser unterbleibt. Kontaktlinsenträger sollen ihre Linsen bei der Untersuchung tragen.
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 Die eigentliche Untersuchung erfolgt binokular. Während der Untersuchung werden zunächst Landoltringe mit hohem Kontrast angeboten, deren Kontrast dann sukzessiv verringert wird. Nach DIN 58220-7 dürfen die Landoltringe nur in 6 möglichen Lückenpositionen gezeigt werden. Die beiden horizontalen Stellungen (rechts, links) dürfen aufgrund ihrer ungünstigen Lage zur Blendquelle nicht verwendet werden. Bei der Messung werden also nur die Orientierungen „links-oben“, „oben“, „rechts-oben“, „links-unten“, „unten“ und „rechts-unten“ gezeigt. Im Grenzbereich müssen 5 Landoltringe mit unterschiedlichen Orientierungen angeboten werden, von denen mindestens 3 richtig erkannt werden müssen. Die eigentliche Untersuchung erfolgt binokular. Während der Untersuchung werden zunächst Landoltringe mit hohem Kontrast angeboten, deren Kontrast dann sukzessiv verringert wird. Nach DIN 58220-7 dürfen die Landoltringe nur in 6 möglichen Lückenpositionen gezeigt werden. Die beiden horizontalen Stellungen (rechts, links) dürfen aufgrund ihrer ungünstigen Lage zur Blendquelle nicht verwendet werden. Bei der Messung werden also nur die Orientierungen „links-oben“, „oben“, „rechts-oben“, „links-unten“, „unten“ und „rechts-unten“ gezeigt. Im Grenzbereich müssen 5 Landoltringe mit unterschiedlichen Orientierungen angeboten werden, von denen mindestens 3 richtig erkannt werden müssen.
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 ==== 6.4.2 Grenzwerte des mesopischen Kontrastsehens nach Fahrerlaubnisklassen ==== ==== 6.4.2 Grenzwerte des mesopischen Kontrastsehens nach Fahrerlaubnisklassen ====
-Derzeit werden die in der nachfolgenden Tabelle gelisteten Mindestanforderungen für die Nachtfahreignung verlangt.+Derzeit werden die in der nachfolgenden Tabelle gelisteten **Mindestanforderungen** für die Nachtfahreignung verlangt.
  
-== Tabelle: Bei der straßenverkehrsbezogenen Messung des mesopischen Kontrastsehens im Rahmen der augenärztlichen Begutachtung sollten ohne und mit Blendung folgende Kontraste erkannt werden [12, S. 86]. ==+== Tabelle: Bei der straßenverkehrsbezogenen Messung des mesopischen Kontrastsehens im Rahmen der augenärztlichen Begutachtung sollten ohne und mit Blendung folgende Kontraste erkannt werden [12, S. 86] ==
  
 | Führerschein Gruppe 1: A, A1, A2, AM, B, BE, L und T | Führerschein Gruppe 2: C, C1, CE und C1E | Führerschein Gruppe 2: D, D1, DE, D1E und Fahrgastbeförderung | | Führerschein Gruppe 1: A, A1, A2, AM, B, BE, L und T | Führerschein Gruppe 2: C, C1, CE und C1E | Führerschein Gruppe 2: D, D1, DE, D1E und Fahrgastbeförderung |
-| Aulhorn-Harms-Kontrast: 1:23 Kontrastverhältnis: 23:1 logCS: 0,02 | Aulhorn-Harms-Kontrast: 1:5 +| Aulhorn-Harms-Kontrast: 1:23 | Aulhorn-Harms-Kontrast: 1:5 | Aulhorn-Harms-Kontrast: 1:2,7 |  
-Kontrastverhältnis: 5:1 logCS: 0,10 | Aulhorn-Harms-Kontrast: 1:2,7 Kontrastverhältnis: 2,7:1 logCS: 0,20 |+| Kontrastverhältnis: 23:1 | Kontrastverhältnis: 5:1 | Kontrastverhältnis: 2,7:1 | 
 +| logCS: 0,02 | logCS: 0,10 | logCS: 0,20 |
  
 In allen Fällen, in denen keine ausreichende Dämmerungssehschärfe oder eine zu große Blendempfindlichkeit vorliegt, ist die untersuchte Person darüber aufzuklären, dass aus augenärztlicher Sicht keine Nachtfahrtauglichkeit besteht. Art und Inhalt dieses Hinweises sind in geeigneter Weise zu dokumentieren. Im Gutachten sollte der Fahrerlaubnisbehörde in diesen Fällen eine Beschränkung auf Fahrten bei Tageslicht empfohlen werden. Auch außerhalb eines förmlichen Gutachtens gehört ein entsprechender Hinweis zur augenärztlichen Verkehrssicherheitsberatung und ist in der Patientenakte festzuhalten. Viele weitere Hinweise zur Bewertung des gemessenen Ergebnisses finden sich in den Empfehlungen von DOG und BVA von 2019 [12]. In allen Fällen, in denen keine ausreichende Dämmerungssehschärfe oder eine zu große Blendempfindlichkeit vorliegt, ist die untersuchte Person darüber aufzuklären, dass aus augenärztlicher Sicht keine Nachtfahrtauglichkeit besteht. Art und Inhalt dieses Hinweises sind in geeigneter Weise zu dokumentieren. Im Gutachten sollte der Fahrerlaubnisbehörde in diesen Fällen eine Beschränkung auf Fahrten bei Tageslicht empfohlen werden. Auch außerhalb eines förmlichen Gutachtens gehört ein entsprechender Hinweis zur augenärztlichen Verkehrssicherheitsberatung und ist in der Patientenakte festzuhalten. Viele weitere Hinweise zur Bewertung des gemessenen Ergebnisses finden sich in den Empfehlungen von DOG und BVA von 2019 [12].
  
  
-==== 6.4.2 Eignungsbeurteilung für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten (vormals berufsgenossenschaftlicher Grundsatz G 25) ====+==== 6.4.3 Abgrenzung zur photopischen Kontrastprüfung ====
  
-Die Bestimmung der Dämmerungssehschärfe im Rahmen der Eignungsbeurteilung erfolgt in gleicher Weise wie beim Führerscheingutachten. Es sind für verschiedene innerbetriebliche Aufgaben zwei Anforderungsstufen festgelegt ([5], [16]). Unter der Bezeichnung „einwandfreier Lichtsinn" muss bei einer Umfeldleuchtdichte von 0,032 cd/m² für die Anforderungsstufe 1 (höhere Anforderungen) das Testzeichen bei einem Kontrast von 1:2,7 erkannt werden. In der Anforderungsstufe 2 reicht das Erkennen des Kontrasts 1:5.+Der Gesetzgeber fordert in der FeV eine Prüfung des Kontrast- //oder// Dämmerungssehens. Das heißt, er lässt den Untersuchenden die Wahl, welche der beiden vorgenannten Sehleistungen geprüft werden soll. Das hat dazu geführt, dass viele Nichtaugenärzte im erweiterten Sehtest nach Anlage 6, Absatz 2.1.2 eine //photopische// Prüfung des Kontrastsehens bevorzugen (u.a., um die Zeit für eine Dunkeladaptation einzusparen). 
  
 +Die Prüfung des photopischen Kontrastsehens kann ebenfalls mit den unten genannten Multifunktionsgeräten erfolgen. Im Gerät werden Landoltringe vom Sehschärfewert 0,4 mit variablem Kontrast dargeboten. Die Prüfung kann auch mit der Pelli-Robson- bzw. der MARS-Tafel durchgeführt werden. Hierbei werden sehr große Buchstaben mit einem Sehschärfewert von etwa 0,03 gezeigt [2]. 
 +
 +Die Prüfung des photopischen Kontrastsehens ist zwar rechtlich zulässig, wird aber von der Verkehrskommission der DOG ausdrücklich nicht empfohlen, denn von einem normalen photopischen Kontrastsehen kann nicht auf ein normales Kontrastsehen unter mesopischen Bedingungen geschlossen werden [17, 21, 24].
 +
 +
 +==== 6.4.4 Eignungsbeurteilung für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten (vormals berufsgenossenschaftlicher Grundsatz G 25) ====
 +
 +Die Bestimmung der Dämmerungssehschärfe im Rahmen der Eignungsbeurteilung erfolgt in gleicher Weise wie beim Führerscheingutachten. Es sind für verschiedene innerbetriebliche Aufgaben zwei Anforderungsstufen festgelegt ([5], [16]). Unter der Bezeichnung „einwandfreier Lichtsinn" muss bei einer Umfeldleuchtdichte von 0,032 cd/m² für die Anforderungsstufe 1 (höhere Anforderungen) das Testzeichen bei einem Kontrast von 1:2,7 erkannt werden. In der Anforderungsstufe 2 reicht das Erkennen des Kontrasts 1:5.
  
 ===== 6.5 Fehlerquellen ===== ===== 6.5 Fehlerquellen =====
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 ===== 6.6 Befunddarstellung ===== ===== 6.6 Befunddarstellung =====
  
-Zu dokumentieren sind: das verwendete Gerät und die zugrunde gelegte Prüfnorm, die Umfeldleuchtdichten, die erreichte Kontraststufe ohne und mit Blendung (Angabe als Kontrastverhältnis [1:x]), die Prüfbedingungen einschließlich Adaptationszeit, die verwendete Korrektion sowie gegebenenfalls die Stärke der Nacht- oder Dämmerungsmyopie bzw. die in diesem Falle verwendete Korrektion. Bei der Fahreignungsbegutachtung ist zusätzlich festzuhalten, ob die Anforderungen der jeweiligen Fahrerlaubnisklasse erreicht wurden und ob die untersuchte Person über ein festgestelltes Defizit aufgeklärt worden ist.+Zu dokumentieren sind: das verwendete Gerät und die zugrunde gelegte Prüfnorm, die Umfeldleuchtdichten, die erreichte Kontraststufe //ohne////Kursiver Text// und //mit// Blendung (Angabe als Kontrastverhältnis [1:x]), die Prüfbedingungen einschließlich Adaptationszeit, die verwendete Korrektion sowie gegebenenfalls die Stärke der Nacht- oder Dämmerungsmyopie bzw. die in diesem Falle verwendete Korrektion. Bei der Fahreignungsbegutachtung ist zusätzlich festzuhalten, ob die Anforderungen der jeweiligen Fahrerlaubnisklasse erreicht wurden und ob die untersuchte Person über ein festgestelltes Defizit aufgeklärt worden ist.
  
  
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 | Fa. Oculus Optikgeräte GmbH, https://www.oculus.de | Mesotest II und Mesotest II konkav | | Fa. Oculus Optikgeräte GmbH, https://www.oculus.de | Mesotest II und Mesotest II konkav |
 | **C) Alte Geräte zur Prüfung von Dämmerungssehschärfe und Blendempfindlichkeit, die evtl. noch gebraucht erhältlich sind. ** | | | **C) Alte Geräte zur Prüfung von Dämmerungssehschärfe und Blendempfindlichkeit, die evtl. noch gebraucht erhältlich sind. ** | |
-| Fa. Oculus | Diverse Mesoptometer und Mesotest | +| Fa. Oculus | Diverse Mesoptometer und Mesotest | 
-| Fa. Rodenstock | Diverse Nyktometer |+| Fa. Rodenstock | Diverse Nyktometer |
  
 Die alten Nyktometer bieten die Landoltringe mittels Testscheiben an. Für Gutachten ist allerdings nur die Scheibe 505 zulässig. Die Zahl der Darbietungen in den einzelnen Kontraststufen ist dadurch begrenzt. Bei Wiederholungsmessungen ist darauf zu achten, dass der Patient die Reihenfolge nicht auswendig lernt. Die alten Nyktometer bieten die Landoltringe mittels Testscheiben an. Für Gutachten ist allerdings nur die Scheibe 505 zulässig. Die Zahl der Darbietungen in den einzelnen Kontraststufen ist dadurch begrenzt. Bei Wiederholungsmessungen ist darauf zu achten, dass der Patient die Reihenfolge nicht auswendig lernt.
  • kb_txt_mesopischeskontrastsehenblendung.1792752222.txt.gz
  • Zuletzt geändert: 2026/10/23 10:43
  • von Michael Bach